| Der Laie, der zum ersten Mal bei einem Zazen Treffen teilnimmt, kommt erst
mal in Verlegenheit. Dies kommt davon, dass es im Zen einen facheigenen
Wortgebrauch gibt. Deshalb möchten jene, die eine Teilnahme beabsichtigen,
sich bitte folgende Wörter anschauen. Die Bedeutung dieser Begriffe zu
kennen, ist wichtig. |
B |
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| Banka | Abenddienst, Sutren lesen. |
C |
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| Choka | Morgendienst, Sutren lesen. |
| Chukai | Ursprünglich bedeutet es, Kutte und Kesa zu lösen. Es meint die Pausen zwischen dem ¨Shijo zweier Zazen, wo die strenge Haltung aufgelöst werden kann. |
D |
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| Densu | Das Amt derer, die für die Verwaltung und Ordnung der Buddhahalle und der Haupthalle verantwortlich sind. Das Quartier der Densu wird Densuryo genannt. |
| Dojo | Ort zur Ausbildung, zum ¨Shugyo. Trainingsstätte für Zen-Praxis oder auch japanischen Kampfsport. |
| Dokusan | Individuell freiwilliges ¨Sanzen. Ein Schüler spricht allein beim ¨Roshi vor, um selbständig die Auslegung des ¨Koans vorzubringen. |
F |
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| Fukusu | Tuch zum Einwickeln der Schalen und Schüsseln. |
G |
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| Gassho | Die Hände falten. Der Ausdruck, von ganzem Herzen dabeizusein. |
| Ge | Allerart Lehrreden des Zen. Werke in Versform, die die Begründer von Zen, also die Patriarchen, und Mönche von grosser Tugend anpreisen. |
| Gyojuzaga | Gehen-Stehen-Sitzen-Liegen. Die Bewegungen des Alltags gehen durch vier Wege, diese werden ¨Shiigi genannt. |
H |
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| Handaikan | Das Amt der Bedienung beim Essen, im Turnus. |
| Hankafuza | Halber Lotussitz. Der linke Fuss auf dem rechten Oberschenkel. |
| Hojo | Die Überlieferung, dass Buddhas Schüler Vimalakirti in einem Raum gelebt hat, in dem die Seiten (Ho) etwa 2.5m (ein jo) lang waren, gibt dem Tempelgebäude, wo der Hauptpriester wohnt, diesen Namen. Auch die Haupthalle eines Tempels kann Hojo genannt werden. |
I |
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| Ino | Leiter der Mönchsversammlung. Er beginnt die Rezitation der Sutra, worauf die Menge dann miteinstimmt, und er liest allein die Lobpreisungen vor. |
| Inryo | Die Residenz des ¨Shike oder auch des Ältesten. |
| Intoku | Sich im Verborgenen um niedrige, unliebsame Arbeiten bemühen und aufgrund dessen selbst Tugend erwerben. Das oftmals verabscheute Toilettenputzen ist eine davon. |
| Isshu | Das Schriftzeichen "shu" wird zum Zählen von Räucherstäbchen benutzt. Heute wird es als Zeitmass im Zazen verwendet, das Abbrennen eines Stäbchens dauert um die 45 Minuten. |
J |
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| Jihatsu | Die eigenen Schüsseln, die man in ein Tuch einwickelt und mit sich trägt. Sie werden am Esstisch ausgepackt, benutzt, gewaschen und wieder eingewickelt. |
| Jikido | Der Speisesaal. |
| Jikijitsu | Zuständigkeit für den Tag. Das Amt, den Alltag zu regeln, für den Unterhalt von Haus und Geräten zu sorgen und alle Arbeiten zu dirigieren. Der Jikijitsu trägt die Verantwortung im Zendo und leitet das Zazen. |
| Juki | Der Suppenbehälter, für die Miso-Suppe etc. |
| Jukyo | Sutren lesen, im Stillen oder laut. |
| Junkei | Jundokeisei. Das Umhergehen im ¨Zendo mit dem ¨Keisaku, um jene zurechtzuweisen, die Nachlässigkeit oder Schläfrigkeit sehen lassen. |
K |
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| Kaichin | Das Bettzeug ausbreiten zum Schlafengehen, dann Nachtruhe. |
| Kaihan | Durch Schlagen des Holzbrettes, das beim Zendo hängt, wird die Tageszeit mitgeteilt. |
| Kaijo | Aufstehen, den Tag beginnen. |
| Kaiyoku | Öffnung des Bades. In Zen-Tempeln ist alle fünf Tage Wasch- und Badetag, jeweils an den Tagen, die eine 4 oder eine 9 im Datum haben. |
| Kankin | Buddhistische Schriften und Sutren still lesen. Mit den Augen die Worte schauen, mit dem Herzen die Lehre aufnehmen. |
| Kannazen | Aufgrund der Auseinandersetzung des Schülers mit dem ¨Koan, ein Koan nach dem anderen, steht das ¨Sanzen von ¨Roshi und Schüler im Zentrum der Praxis, die auf den Weg der Erleuchtung führen soll. Dies ist der Stil des Rinzai-Zen, die Methode des Soto-Zen nennt sich ¨Mokushozen. |
| Kanto | Leiter beim Essen. Das Haupt der ¨Handaikan. |
| Kato | Bedeutet: An den Haken hängen. Wer neu in die Mönchsgemeinschaft eintritt, um sich für eine bestimmte Zeit zur Schulung niederzulassen, hängt erstmal sein Gewand und Robe an den Haken über der Matte, die ihm fortan sein Schlaf- und Wohnraum sein wird. |
| Keisaku | Ein Stock, als Massnahme zum Anspornen und Verwarnen. Im Soto Zen Kyosaku genannt. |
| Kenge | Urteil und Auslegung vom ¨Koan, vom selbständigen Standpunkt aus. |
| Kensho | Die originale Natur von sich selbst klar durchschauen, die Erleuchtung. |
| Kentan | Der ¨Shike oder auch der ¨Jikijitsu macht die Runde im Zendo und überprüft die Haltung im Zazen. |
| Kinhin | Einen fixen Platz langsam rundherum abschreiten. Im Zazen wird von Zeit zu Zeit vom Sitzen aufgestanden, die Hände in ¨Shashu gehalten und still gegangen. Dies, um Schläfrigkeit vorzubeugen und die erschöpften Beine erholen zu lassen |
| Koan | Das Problem, das dem Übenden vom ¨Roshi zugeteilt wird. |
| Koban | Untersatz zum Aufstellen von Räucherstäbchen, anhand derer die Dauer des Zazen bestimmt wird. |
| Kosoku | Alte Vorgaben. Von Zen Patriarchen und hervorragenden Persönlichkeiten hinterlassene Worte, Aussprüche, Richtlinien und Erläuterungen. Im Zen als Bezugsstoff zur Auseinandersetzung benutzt. |
| Kukyu | Bedienen beim Essen. Die, die bedienen, nennt man Handaikan. |
M |
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| Mokushozen | Während der Stil im Rinzai ¨Kannazen genannt wird, redet man im Soto vom Mokushozen. Stillschweigend in Zazen vertieft, dort tritt das spirituelle Werk des Geistes hervor. |
N |
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| Nibenorai | Das Zendo für den Gang zur Toilette verlassen. Dies wird während dem ¨Chukai durchgeführt.B |
R |
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| Roshi | Kurzform des Titels Rodaishi, was grosser alter Lehrer bedeutet. Alt bezieht sich auf grosse Erfahrung. |
S |
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| Saba | Reis, den man für die Welt der Geister und Dämonen spendet, jedoch nicht mehr als sieben Körner. |
| Sabaki | Behälter um das ¨Saba vom Esstisch einzusammeln. |
| Saiki | Der Behälter für eingemachte Gemüse etc. |
| Saiza | Mittagessen |
| Samu | Bedeutet die Pflicht erfüllen, den Dienst verrichten. Die täglichen Arbeiten im ¨Sodo. |
| Sanmokudo | Die "drei Hallen des Schweigens" sind das ¨Zendo, der Speisesaal und das Bad. Dort sind unnötige Wortwechsel nicht erlaubt. |
| Sanno | Der Bedienstete des ¨Shike, auch Inji genannt. |
| Sanzen | Den Raum des ¨Shike aufsuchen und die ¨Kenge, die Auslegung eines Problems vorbringen. Auch Nisshitsusanzen. |
| Sarei | Ursprünglich als Akt der Höflichkeit durchgeführter Teeumtrunk im Zen-Tempel. Man unterscheidet zwischen Sosarei, wo alle sich versammeln, und Yakuisarei, wo sich die, die für ein Amt verantwortlich sind, treffen. |
| Sesshin | Den Geist in sich sammeln und nicht zerstreuen. Im Zen bedeutet Sesshin ein Zeitabschnitt über eine bestimmte Dauer, in dem Tag und Nacht unaufhörlich Zazen gemacht wird. Im ¨Sodo dauert ein Sesshin normalerweise sieben Tage. |
| Sessuiki | Der Behälter, der für die Reste des Essens und das übrige Wasser bestimmt ist. Genaugenommen ist es der Behülter für das Wasser, das vom Waschen des ¨Jihatsu übrigbleibt, wobei die Hälfte davon jedoch getrunken wird. |
| Shashu | Die Hände vor der Brust aufeinanderlegen, wobei die linke aussen und die rechte, wie die Brust bedeckend ohne zu berühren, innen gehalten wird. Die Ellbogen sind dabei horizontal gehalten. |
| Shiigi | Die vier Formen des täglichen Daseins, ¨Gyojuzaga. |
| Shijo | Die Zeitperiode, in der man beim Zazen zu Stille angehalten ist. |
| Shika | Das Amt, Gäste zu empfangen und Geschäfte zu regeln. |
| Shikantaza | Ohne Absicht im Zazen zu verfolgen, vom Standpunkt, wo es kein Streben nach Tugend oder Erleuchtung gibt, sich einzig dem Sitzen widmen. |
| Shike | Die höchste Führungsperson, mit der der Schüler in Verbindung treten kann, der ¨Roshi. |
| Shoji | Der Zuständige für den Dienst am ¨Shoso, sowie allgemein fürsorglich im ¨Zendo, auch Jisha genannt. |
| Shoken | Formelle Aufwartung des Übenden beim ¨Shike. |
| Shoso | Der Heilige Mönch. Die im Zendo eingeschreinte Figur, normalerweise ist dies die Statue von Monju Bosatsu, der Weisheit symbolisiert. |
| Shugyo | Schulung des Herzens. Seinen Geist stählen. |
| Shukuza | Morgenessen. |
| Shuya | Die Nachtrunde vor dem Schlafengehen. Der Zuständige macht draussen die Runde um alle Gebäude, um zu überprüfen, ob alle Türen ordentlich verschlossen sind und, um Brände zu verhüten, ob kein Feuer mehr am brennen ist. Dies tut er, währenddem er das Mantra des Schutzgottes der Nacht singt und eine grosse Holzklapper schlägt. |
| Sosan | Allgemeines Sanzen. Sobald die Glocke zum Zeichen ertönt, gehen alle Übenden des ¨Sodo zum ¨Sanzen im Raum des ¨Shike. |
| Sorin | Gleichbedeutend wie ¨Sodo. |
| Sodo | Die Niederlassung der Mönche, wo sie ein gemeinsames Leben führen. Ein ¨Dojo, das ausschliesslich fürs ¨Shugyo bestimmt ist. Das Zen Kloster. |
| Susokukan | Den Atem zählen während dem Zazen. Diese Methode, sich selbst aufmerksam zu beobachten, zielt auf die Beruhigung des Geistes ab. |
T |
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| Tan | Tan bedeutet eine Einheit. Der individuelle Platz eines Mönches im Zendo wird Tan genannt. Normalerweise gilt die Grösse einer Tatami-Matte als ein Tan. Tanpyo ist ein Holztäfelchen, das heutzutage über dem Tan aufgehängt wird und wo der Name draufsteht. |
| Teisho | Vortrag, Belehrung des Zen-Wegs. Der ¨Shike, an die Übenden gewendet, greift Worte von früheren Patriarchen oder aus dem ¨Kosoku auf, um Anleitung auf dem Zen-Weg zu geben. |
| Tenzo | Das Amt des Kochs. |
| Tosu | Toiletten. |
U |
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| Unsui | Der Mönch im Training, der Zen-Lehrling. Abkürzung für kounryusui, was bedeutet: ziehende Wolken, fliessendes Wasser. Gleichmütig und nirgends verweilend, so wie Wolken und Wasser, nach dem wahren Meister dieser Welt verlangend umherziehen, deutet diese Metapher an. Man sagt auch "unno", oder, wenn es mehrere sind, sagt man "daishu". |
Y |
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| Yakuseki | Yaku steht für Medizin, Seki steht für Stein und meint aus Stein gefertigte Nadeln zur Heilbehandlung. Yakuseki ist ein Begriff für Arznei sowie für Therapie von Krankheit. Im Zen wird das Abendessen so genannt. |
| Yaza | Zazen in der Nacht. Nach dem ¨Kaichin heimlich das Zendo verlassen, um aus eigenem Antrieb "unter einem Baum auf einem Stein" Zazen zu machen. |
Z |
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| Zafu | Ein rundes Kissen, das man sich unter das Gesäss legt, um besser sitzen zu können. Findet im Soto Zen Gebrauch. Im Rinzai wird entweder der Tanbuton, die Matratze von einem ¨Tan, gefaltet und zurechtgelegt, oder aber ein längsförmiges Gesässpolster benutzt. |
| Zen | Kommt aus dem Sanskritwort Dhyana, wurde in China zu Channa und in Japan zu Zenna, wobei die Kurzform Zen das Übliche ist. Das Herz in Ausgleich und Eintracht bringen, und auf den wahren Grund der Dinge schauen. Auch ¨Zenjo. |
| Zendo | Die Halle für die Zen Übung, also wo man Zazen macht. |
| Zenjo | Das Wort "Zen", aus dem Sanskrit, angefügt an das chinesische Wort "jo" für Bestimmung. Zazen in tiefer Versenkung, wo Ich und Du, Objekt und Subjekt eins sind. |
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